Texte

JESUS – ABER WELCHER JESUS?

Vor ein paar Jahren fragte mich eine Freundin, die aus Interesse und Neugier mal im „Kurs in Wundern“ gelesen hatte, was ich denn glaube, welcher Jesus darin spricht. Sei es der historische Jesus, der laut Bibel vor knapp 2.000 Jahren am Kreuz starb, und dessen Geist sich jetzt aus dem „Jenseits“ melde, oder sei es der „wahre Jesus“ oder vielleicht ein ganz anderer Jesus? Oder war die Stimme, die Helen Schucman den Kurs diktierte, einfach ihr eigenes Unterbewusstsein, und sie nannte diese Stimme aus irgendwelchen Gründen heraus Jesus? Ich überlegte kurz und sagte dann, dass es für mich schlicht keine Rolle spiele. Für mich zähle vor allem der Wert der Botschaft, weniger die Herkunft. Meine Freundin war sichtlich irritiert, glaubte sie doch fest an den historischen Jesus und daran, dass er Gottes einziger Sohn sei. …weiterlesen

EUER JA SEI EIN JA, EUER NEIN EIN NEIN – Jesus‘ Aufruf zur Wahrhaftigkeit

Ausnahmsweise zitiere ich mal eine Bibelstelle, die – soweit ich weiß – nicht im Kurs in Wundern erwähnt wird. Ich verstehe sie so, dass wir ehrlich sein sollen. In erster Linie gegenüber uns selbst, und dadurch natürlich auch gegenüber anderen. Hintergrund ist, dass mich ein Freund in den letzten Wochen mehrfach heftig beschimpft und beleidigt hat. Aus meiner Sicht habe ich ihm dafür keinen Anlass gegeben. …weiterlesen

WAS SOLL ICH NUR TUN? – Über eine unsinnige Frage

Ich falle immer wieder darauf rein. Immer wieder stehe ich vor Entscheidungen, mal erscheinen sie banal, mal kompliziert und manchmal lebenswichtig. Und immer wieder frage ich mich: Was soll ich nur tun bzw. was soll ich nur sagen? Und jedesmal entscheide ich mich, irgendetwas zu tun oder nicht zu tun, zu sagen oder nicht zu sagen. Und häufig schwingt in der Frage mit: Was soll ich als Kurs-Schüler (als spiritueller Mensch) tun? …weiterlesen

WIE NEU GEBOREN – Naivität als Methode

Vor kurzem machte ich am Morgen eine 15-minütige Meditation. Ich saß mit geschlossenen Augen auf der Couch und spürte in mich hinein. Da kam mir auf einmal der Gedanke: Wie wäre es, wenn ich genau in diesem Moment erst geboren worden wäre? Wenn ich jetzt gerade zum allerersten Mal bewusst geworden wäre? Genau jetzt erwacht wäre bzw. den Traum begonnen hätte? Wer wäre ich dann? …weiterlesen

I HAD A DREAM – Ein Traum in einem Traum

Eigentlich merkwürdig, dass es erst jetzt geschah – zum ersten Mal habe ich ganz konkret vom „Kurs in Wundern“ geträumt. Obwohl ich mich am Tag so viel und so oft mit ihm und seinem Inhalt beschäftige, kam er bislang nie in meinen Träumen vor. Doch nun träumte ich, dass ich mit einer – „real“ existierenden – Arbeitskollegin zusammen auf einer Wiese unter einem Baum saß und ihr vom Kurs erzählte. …weiterlesen

NUR BEOBACHTEN – GANZ EINFACH, ODER?

In vielen spirituellen Lehren ist immer wieder vom „Beobachten“ die Rede. So heißt es, wir sollen in den „Beobachter“ gehen, oder in den sogenannten „Zeugen“ bzw. das „Zeugen-Bewusstsein“. Das klingt zunächst sehr einfach, aber wie genau geht das? Ich möchte das gern anhand eines wunderbaren Textes von Katja Bode erläutern:

„Wehre nichts ab,
was in dir hochkommt“ …weiterlesen

Das „TORLOSE TOR“ – oder auch die „HIMMELSPFORTE“

Das „torlose Tor“ ist ein Koan aus dem Zen-Buddhismus, das eine Paradoxie beschreibt. Man kann es so verstehen, dass wir hier im Samsara (der Welt) sind und hinübergelangen wollen ins Nirwana (den Himmel). Dazu aber – so glauben wir – müssen wir erst durch ein Tor, um in jenes andere Reich zu gelangen. Wenn es uns schließlich gelingt, mittels Sartori (Erleuchtung/Erlösung) das Tor zu passieren, blicken wir auf der anderen Seite noch einmal zurück und sehen erstaunt, dass da gar keine andere Seite ist. Und auch kein Tor. Da war nie ein Tor, und doch erschien es uns so. Deshalb spricht man vom „torlosen Tor“. Im Kurs in Wundern ist von der „Himmelspforte“ die Rede, und hier finden wir das gleiche Paradoxon. …weiterlesen

MEIN WILLE GESCHEHE – oder doch nicht?

Vorgestern wurde ich operiert. Am Meniskus, der innen und außen gerissen war. Ich hatte keine Angst vor der OP, denn ich war schon mal vor fünf Jahren in derselben Sportklinik operiert worden, am anderen Knie. Die Leute dort wirken sehr kompetent, sehr entspannt und sehr freundlich. Ich liege also dort im Bett, mit schickem OP-Hemdchen und -Häubchen und spüre eine leichte Nervosität, aber auch eine entspannte Zuversicht. Und dann kommt auf einmal dieser Gedanke in mir hoch: „Ich bin kein Körper. Ich bin der Geist, der all dies hier träumt. Was immer bei oder nach der OP geschehen wird – es wird mein eigener, tiefster, innerer Wille sein! Selbst wenn der Traum hier enden sollte, wird es mein tiefster, innerer Wille sein“. …weiterlesen

ICH BIN GEIST – HIER UND JETZT

Ich bin GEIST und damit formlos, jenseits von Zeit und Raum. Doch scheine ich ein gespaltener Geist zu sein, denn ich projiziere eine Welt und verliere mich darin. Ich halte mich für einen Körper, fühle mich getrennt und leide. Dabei ist alles mein Traum. Jenseits meines Traums gibt es keine Welt. Wenn mein Traum endet, ist da nirgendwo eine Welt mehr. Ich bin nicht nur ein Teil des Geistes, des SOHN GOTTES, sondern ich BIN das. GEIST ist abstrakt, er kann keine Teile haben. Nur illusionäre Formen haben illusionäre Teile. GEIST ist auch nicht in Raum und Zeit. Es kann kein außerhalb des GEISTES und kein vor dem GEIST oder nach dem GEIST geben. Ich bin hier und jetzt. Vor mir, nach mir und außerhalb von mir gibt es nichts, nicht mal eine illusionäre Welt. Und „jeder“ kann das sagen :-).