Texte

Träume sind Schäume – oder doch nicht?

Manche halten nächtliche Träume für pure Zufallsprodukte des Gehirns. Chemische Reaktionen. Oder einfach unwillkürliche geistige Regungen im Schlaf. Andere deuten sie psychologisch, sehen in ihnen unterbewusste Wünsche und Ängste, die sich offenbaren und vielschichtig gedeutet werden. Doch wie kann man das Phänomen „nächtliche Träume“ aus Sicht des Kurses verstehen?

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Es gibt keine anderen – nur mich

Im Herz von verschiedenen spirituellen Lehren steht die zunächst befremdliche Aussage, dass es keine anderen gibt, sondern dass die vermeintlich anderen lediglich die eigenen Projektionen sind. So heißt es, es gebe keine separaten Ichs, sondern nur ein nicht-persönliches, geistiges Ich. Und jeder kann das von sich sagen. Aber wenn es doch nur ein Ich gibt, und ich selbst das bin, es also keine anderen gibt – wer oder was ist dann „jeder“? Wie kann diese Paradoxie aufgelöst werden?

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Meine „Schlafmeditation“

In „Ein Kurs in Wundern“ gibt es keine konkrete Praxis der Meditation. Allerdings sind viele Lektionen so beschrieben, dass sie in einem meditationsähnlichen Zustand gemacht werden sollen, in einer Art stiller Innenschau. Ich habe für mich eine Meditation entwickelt, die ich „Schlafmeditation“ nenne und die mir die Aussagen des Kapitels „Die unveränderliche Wohnstatt“ (T-29.V.1,2) sehr lebendig nahe bringt.

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Die Welt verändern?

Jeder kennt wohl die Phasen eines Idealismus, der an der Welt verzweifelt und sie unbedingt ändern oder verbessern will. So ehrenwert das erscheinen mag, so sicher ist auch, dass früher oder später zunehmende Verbitterung einsetzen wird, aufgrund der Unmöglichkeit des Unterfangens. Auch wenn man einwenden mag, dass doch manche Menschen so viel Gutes in der Welt bewirkt haben, so steht am Ende wohl immer die Einsicht, dass der ewige Kampf – gegen Krieg, Kriminalität, Krankheit, Korruption, Umweltzerstörung – nicht zu gewinnen ist. Was also tun? Sich nicht mehr engagieren, sich achselzuckend abwenden, sich in Fatalismus ergehen? Oder trotzdem weiterkämpfen?

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Was ist Erwachen?

Der Kurs in Wundern sagt, wir haben vergessen, was Wachsein ist. Tatsächlich wechseln wir hier in der Welt nur von einem Traum (in der Nacht) in einen anderen (am Tag). Wir glauben, am Morgen erwacht zu sein, träumen aber nur auf einer anderen Ebene. Daher können uns der nächtliche Traum und das scheinbare Erwachen am Morgen keinen Hinweis darauf geben, was spirituelles Erwachen wirklich ist.

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Es gibt luzide Träume, aber…

Gibt es nun luzide Träume oder nicht? Nach den jüngsten Gesprächen und weiterem Nachdenken glaube ich, es nun besser ausdrücken zu können, worum es mir ging. Ja, es mag luzide Träume geben! Aber sie sind eben genau das: bloße Träume. Man ist dabei nicht wach, sondern träumt, wach zu sein. Man bleibt weiter in der Sphäre des Traumes, aber träumt einen anderen Inhalt. Ein Inhalt, der hinausweist aus dem Traum, der in Richtung Erwachen geht, aber als solches nur geträumt ist.

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