Texte

Leben mit zwei „Ebenen“

Das spritituelle Werk „Ein Kurs in Wundern“ bezieht sich auf zwei Ebenen – auf die absolute Ebene des Himmels und auf die relative Ebene der Welt. Die eine ist die abstrakte Ebene des Geistes, die andere die konkrete Ebene der Körper. Die eine entspricht der Wirklichkeit, die andere dem illusionären Weltentraum. Aus Sicht der Wirklichkeit existiert der Traum gar nicht und hat auch nie existiert. Aus Sicht des Weltentraums (der Welt) ist die Wirklichkeit (der Himmel) nicht wahrnehmbar. Nun heißt es immer wieder, dass man beide Ebenen nicht verwechseln solle. Wie aber soll man aber als Mensch im ganz alltäglichen Dasein mit beiden Ebenen leben, wie kann man etwas in Einklang bringen, das sich eigentlich ausschließt?

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Keiner ist besser – keiner ist schlechter!

Vor kurzem saß ich mit meiner Freundin in einem schönen Biergarten und wir blinzelten in die Juli-Sonne. Unser Gespräch streifte ganz entspannt dieses und jenes und kam dann auf das Thema Nazis. Ich äußerte meine Sorge, dass diese in Deutschland wieder an die Macht kommen könnten und wie schlimm ich das fände.

Meine Freundin meinte dazu, dass sie das nachvollziehen könne, dass ich jedoch, wenn ich die Nazis verurteile, im Grunde das gleiche mache wie sie – andere verurteilen. Wir urteilen alle über jeden und alles und insofern sei am Ende keiner von uns besser oder schlechter.

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Träume sind Schäume – oder doch nicht?

Manche halten nächtliche Träume für pure Zufallsprodukte des Gehirns. Chemische Reaktionen. Oder einfach unwillkürliche geistige Regungen im Schlaf. Andere deuten sie psychologisch, sehen in ihnen unterbewusste Wünsche und Ängste, die sich offenbaren und vielschichtig gedeutet werden. Doch wie kann man das Phänomen „nächtliche Träume“ aus Sicht des Kurses verstehen?

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Es gibt keine anderen – nur mich

Im Herz von verschiedenen spirituellen Lehren steht die zunächst befremdliche Aussage, dass es keine anderen gibt, sondern dass die vermeintlich anderen lediglich die eigenen Projektionen sind. So heißt es, es gebe keine separaten Ichs, sondern nur ein nicht-persönliches, geistiges Ich. Und jeder kann das von sich sagen. Aber wenn es doch nur ein Ich gibt, und ich selbst das bin, es also keine anderen gibt – wer oder was ist dann „jeder“? Wie kann diese Paradoxie aufgelöst werden?

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Meine „Schlafmeditation“

In „Ein Kurs in Wundern“ gibt es keine konkrete Praxis der Meditation. Allerdings sind viele Lektionen so beschrieben, dass sie in einem meditationsähnlichen Zustand gemacht werden sollen, in einer Art stiller Innenschau. Ich habe für mich eine Meditation entwickelt, die ich „Schlafmeditation“ nenne und die mir die Aussagen des Kapitels „Die unveränderliche Wohnstatt“ (T-29.V.1,2) sehr lebendig nahe bringt.

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Die Welt verändern?

Jeder kennt wohl die Phasen eines Idealismus, der an der Welt verzweifelt und sie unbedingt ändern oder verbessern will. So ehrenwert das erscheinen mag, so sicher ist auch, dass früher oder später zunehmende Verbitterung einsetzen wird, aufgrund der Unmöglichkeit des Unterfangens. Auch wenn man einwenden mag, dass doch manche Menschen so viel Gutes in der Welt bewirkt haben, so steht am Ende wohl immer die Einsicht, dass der ewige Kampf – gegen Krieg, Kriminalität, Krankheit, Korruption, Umweltzerstörung – nicht zu gewinnen ist. Was also tun? Sich nicht mehr engagieren, sich achselzuckend abwenden, sich in Fatalismus ergehen? Oder trotzdem weiterkämpfen?

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Was ist Erwachen?

Der Kurs in Wundern sagt, wir haben vergessen, was Wachsein ist. Tatsächlich wechseln wir hier in der Welt nur von einem Traum (in der Nacht) in einen anderen (am Tag). Wir glauben, am Morgen erwacht zu sein, träumen aber nur auf einer anderen Ebene. Daher können uns der nächtliche Traum und das scheinbare Erwachen am Morgen keinen Hinweis darauf geben, was spirituelles Erwachen wirklich ist.

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