Texte

Eine Meditation über die Zeit

Es gibt eine Reihe von philosophischen und spirituellen Lehren, darunter auch „Ein Kurs in Wundern“, die behaupten, dass es in Wahrheit keine Zeit gebe, dass Zeit eine Illusion des Geistes sei, und dass in Wahrheit allein die Gegenwart existiert – das ewige Jetzt. Das klingt poetisch schön, scheint aber weit entfernt zu sein von unseren ganz normalen täglichen Erfahrungen. Wie also lässt sich das wirklich erkennen und leben, ganz praktisch in dieser Welt?

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Spirituelle Schönfärberei

Vorgestern las ich wieder in „Die Botschaft von Ein Kurs in Wundern“ von Kenneth Wapnick* und fand eine sehr eindrückliche Stelle über spirituelle Schönfärberei. Für Beginner des Kurses mag es sehr ernüchternd wirken, wie Wapnick hier über die Welt spricht. Aber um wirklich zu erkennen, dass die Welt ein illusionärer Traum ist, müssen wir zuerst klar erkennen, wie grausam sie ist. Weil sie ja ursprünglich vom Ego-verhafteten Träumer-Geist gemacht wurde bzw. gemacht wird, in eben diesem Moment.

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Es gibt keine Rangfolge von Illusionen

Es scheint einen ernsten Konflikt zu geben, wenn wir „Ein Kurs in Wundern“ in dieser Welt praktizieren wollen. Da ist die Aussage des Kurses, dass es keine Rangfolge von Illusionen gibt, dass in dieser Welt nichts wahrer, wichtiger oder bedeutsamer ist als etwas anderes. Keine Krankheit ist schlimmer als die andere, kein Konflikt gefährlicher als der andere, keine Wahrnehmung wirklicher als irgendeine andere. Doch unser direktes Erleben scheint ein ganz anderes zu sein.

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Leben mit zwei „Ebenen“

Das spritituelle Werk „Ein Kurs in Wundern“ bezieht sich auf zwei Ebenen – auf die absolute Ebene des Himmels und auf die relative Ebene der Welt. Die eine ist die abstrakte Ebene des Geistes, die andere die konkrete Ebene der Körper. Die eine entspricht der Wirklichkeit, die andere dem illusionären Weltentraum. Aus Sicht der Wirklichkeit existiert der Traum gar nicht und hat auch nie existiert. Aus Sicht des Weltentraums (der Welt) ist die Wirklichkeit (der Himmel) nicht wahrnehmbar. Nun heißt es immer wieder, dass man beide Ebenen nicht verwechseln solle. Wie aber soll man aber als Mensch im ganz alltäglichen Dasein mit beiden Ebenen leben, wie kann man etwas in Einklang bringen, das sich eigentlich ausschließt?

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Keiner ist besser – keiner ist schlechter!

Vor kurzem saß ich mit meiner Freundin in einem schönen Biergarten und wir blinzelten in die Juli-Sonne. Unser Gespräch streifte ganz entspannt dieses und jenes und kam dann auf das Thema Nazis. Ich äußerte meine Sorge, dass diese in Deutschland wieder an die Macht kommen könnten und wie schlimm ich das fände.

Meine Freundin meinte dazu, dass sie das nachvollziehen könne, dass ich jedoch, wenn ich die Nazis verurteile, im Grunde das gleiche mache wie sie – andere verurteilen. Wir urteilen alle über jeden und alles und insofern sei am Ende keiner von uns besser oder schlechter.

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Träume sind Schäume – oder doch nicht?

Manche halten nächtliche Träume für pure Zufallsprodukte des Gehirns. Chemische Reaktionen. Oder einfach unwillkürliche geistige Regungen im Schlaf. Andere deuten sie psychologisch, sehen in ihnen unterbewusste Wünsche und Ängste, die sich offenbaren und vielschichtig gedeutet werden. Doch wie kann man das Phänomen „nächtliche Träume“ aus Sicht des Kurses verstehen?

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Es gibt keine anderen – nur mich

Im Herz von verschiedenen spirituellen Lehren steht die zunächst befremdliche Aussage, dass es keine anderen gibt, sondern dass die vermeintlich anderen lediglich die eigenen Projektionen sind. So heißt es, es gebe keine separaten Ichs, sondern nur ein nicht-persönliches, geistiges Ich. Und jeder kann das von sich sagen. Aber wenn es doch nur ein Ich gibt, und ich selbst das bin, es also keine anderen gibt – wer oder was ist dann „jeder“? Wie kann diese Paradoxie aufgelöst werden?

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Meine „Schlafmeditation“

In „Ein Kurs in Wundern“ gibt es keine konkrete Praxis der Meditation. Allerdings sind viele Lektionen so beschrieben, dass sie in einem meditationsähnlichen Zustand gemacht werden sollen, in einer Art stiller Innenschau. Ich habe für mich eine Meditation entwickelt, die ich „Schlafmeditation“ nenne und die mir die Aussagen des Kapitels „Die unveränderliche Wohnstatt“ (T-29.V.1,2) sehr lebendig nahe bringt.

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