„Keine Angst vor der Angst!“

„Keine Angst vor der Angst“ – so heißt es heute in einer Doku auf 3sat. Die Angst gehöre zu den wichtigsten Verbündeten im essentiellen Überlebenskampf….Nun, aus Sicht des Körpers mag das stimmen.

Unser Körper ist permanent bedroht von äußeren Einflüssen. Er ist sowohl abhängig von der Außenwelt als auch bedroht durch sie. Und er ist in ständiger Veränderung, er wird mit jeder Minute älter. Was ist noch gesund, was ist krank? Dafür gibt es keine klaren Definitionen, es hängt vom subjektiven Empfinden ab, und das ist sehr unterschiedlich.

Die Angst soll also helfen, dass wir vorsichtig sind, uns vor Gefahren wie z.B. auch Viren in Acht nehmen. Doch diese Angst verselbstständigt sich schnell, sie wird völlig irrational, denn sie kommt von Projektionen in die Zukunft. Und lass uns erinnern, dass laut Ein Kurs in Wundern die unheilige (wenn auch eingebildete) Allianz von Sünde, Schuld und Angst der scheinbaren Zeitachse Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft entspricht und diese sogar erst in unserem Geist entstehen lässt.

Die Angst erzeugt also unbewusst unsere Vorstellung von Zukunft und sie bezieht sich immer auf den Körper inklusive seiner persönlichen Ideen und Konzepte. Keine Angst vor der Angst zu haben – wie in dem oben erwähnten TV-Bericht – ist insofern etwas hilfreiches, denn es ist auch aus Kurssicht kontraproduktiv, unsere Angst zu verteufeln und sie bzw. uns selbst dafür zu verurteilen. Das Ziel ist, mit den „Augen des HG“ auf unsere Angst zu schauen und sanft darüber zu lächeln.

Das aber wird uns nur gelingen, wenn wir über die körperliche Sichtweise hinausgehen. Aus geistiger Sicht (aus Sicht des Träumer-Geistes) ist Angst schlicht eine Illusion, sie hat für unseren Geist keine Bedeutung. Als Geist sind wir unverletztlich, rein, perfekt, ewig, unbegrenzt. Dies müssen wir nicht verteidigen und somit ist Wehrlosigkeit unsere Sicherheit.

Die Übung besteht also darin, unsere Angst offen und ehrlich anzusehen, aber sanft über sie zu lächeln und somit von der körperlichen bzw. persönlichen zur geistigen Sichtweise zu kommen.

Ein Gedanke zu „„Keine Angst vor der Angst!““

  1. Lieber Tom, da gehe ich voll mit, es geht darum, die Angst vor der Angst zu verlieren. Überall im Kurs werden wir genau dazu aufgefordert: Fürchte dich nicht vor dem Ego, es ist von deiner Wahl, von deinem Glauben abhängig. Fürchte dich nicht, es genau anzuschauen, denn durch Nichthinsehen wird es geschützt. Fürchte dich nicht, genau hinzusehen, denn je länger und tiefer du hinschaust, wirst du entdecken, dass es ein Nichts ist, und dadurch wird die Wahrheit der formlosen Liebe wieder zu dir durchdringen, die es zu überdecken scheint. Das Ego ist unbegründete Angst, die geduldig und still beobachten entlarvt werden muss.

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