Die Welt verändern?

Jeder kennt wohl die Phasen eines Idealismus, der an der Welt verzweifelt und sie unbedingt ändern oder verbessern will. So ehrenwert das erscheinen mag, so sicher ist auch, dass früher oder später zunehmende Verbitterung einsetzen wird, aufgrund der Unmöglichkeit des Unterfangens. Auch wenn man einwenden mag, dass doch manche Menschen so viel Gutes in der Welt bewirkt haben, so steht am Ende wohl immer die Einsicht, dass der ewige Kampf – gegen Krieg, Kriminalität, Krankheit, Korruption, Umweltzerstörung – nicht zu gewinnen ist. Was also tun? Sich nicht mehr engagieren, sich achselzuckend abwenden, sich in Fatalismus ergehen? Oder trotzdem weiterkämpfen?

Der Kurs in Wundern sagt uns: „Suche deshalb nicht, die Welt zu ändern, sondern entscheide dich, dein Denken über die Welt zu ändern!“ (T-21.Einl.1:7) Die Lösung liegt also im Geist, nicht in den Formen dieser Welt. Es gibt keine endgültige Heilung des Körpers, keine perfekte Gesellschaft, keine vollkommen gesunde Natur, keine absolut friedliche Welt. Das ist in sich ein Ding der Unmöglichkeit, denn dafür ist diese Welt nicht gemacht worden – vom gespaltenen Geist. Also von uns. Von dir! Von mir.

Aber immerhin – und das ist ein großer Trost – können wir unser Denken über die Welt da draußen ändern, wir können sie mit anderen Augen sehen. Zum Beispiel können wir damit anfangen, uns klar zu machen, dass alles in der Welt immer nur die Bedeutung hat, die wir ihm geben. Es gibt keine Kraftorte in der Welt, es gibt nur Orte, die wir für Kraftorte halten. Es gibt keine Krankheit des Körpers, es gibt nur körperliche Erscheinungen oder Äußerungen, die wir für Krankheit halten, weil wir Schmerzen haben oder in irgendeiner Funktion eingeschränkt sind. Oder vielleicht nur weil wir gelesen oder gehört haben, dass dies krankhaft ist. Es gibt körperliche Symptome, die als „krankhaft“ gelten, aber bei manchen Menschen keine Schmerzen verursachen. Und gleichzeitig haben manche Menschen Schmerzen, ohne dass ein körperliches Symptom gefunden wird. Mit die schlimmsten Schmerzen sind wohl die, die eine Frau bei der Geburt eines Kindes empfindet. Aber Schwangerschaft würde wohl kaum als Krankheit angesehen.

Desweiteren ist jede Änderung in der Welt (der Formen) wieder nur etwas Vorübergehendes, Vergängliches. Was geheilt scheint, ist im nächsten Moment wieder krank, was krank scheint, wird geheilt. Und über allem steht, dass der Körper unausweichlich altert und schließlich vergeht. So gesehen ist körperliches Dasein als solches bereits eine Krankheit ;-).

Hinzu kommt, dass wir nie wissen können, wie sich Geschehnisse in der Welt weiter verändern und wohin sie führen. Ein glücklicher Umstand, der uns zu widerfahren scheint und den wir als „Wunder“ bezeichnen, kann nach Tagen oder Jahren zu etwas führen, was sich als Katastrophe entpuppt. Doch aus der Katastrophe können sich wiederum Dinge entwickeln, die wir als Glück und Freude erleben. Wer also will und kann dies wahrhaft beurteilen?

Das einzig Bedeutsame ist, wie wir auf diese sich ständig verändernden Dinge der Welt schauen, bzw. wie wir über sie denken. Wir sollten sie anschauen als Szenen eines Traums, den wir selbst träumen, den wir also selbst gewählt haben. Auch wenn uns das nicht bewusst ist. Alles sind Szenen eines von uns selbst geschriebenen Drehbuchs, und all dies ist bereits vorüber, vergangen in einem einzigen nicht-linearen Augenblick. Doch wir wählen jetzt aus, was wir sehen wollen, welche Variante des Drehbuchs wir erleben wollen. WAS genau wir wählen, ist ohne Bedeutung. Ob wir rechts oder links fahren, ob wir den Job wechseln oder nicht, ob wir Vegetarier werden oder Veganer, ob wir Nichtraucher oder Raucher sind, ob wir den Partner wechseln oder nicht – all dies ist letztlich ohne Bedeutung, auch wenn es uns zumeist überaus wichtig erscheint. Entscheidend ist nur, dass wir ohne Urteil darauf schauen, das ist bereits die Schau mit den Augen des „Heiligen Geistes“ in uns. Der HG in uns leuchtet nicht, um uns zu sagen, dass wir rechts statt links gehen sollen, denn für ihn ist das völlig ohne Bedeutung. Sein Licht leuchtet immer, sowohl auf dem rechten als auch dem linken Weg. Aber wir müssen ihn leuchten lassen!

Wenn wir ohne Urteil schauen und erkennen, dass alles unsere eigene Wahl ist, dann können wir nur in Frieden verbleiben, selbst wenn unserem Körper Übles zu widerfahren scheint. Jesus am Kreuz ist das beste Beispiel und beste Symbol dafür. Er war in Frieden, trotz Kreuzigung. Er lebte in keiner heilen Welt und er heilte sie nicht. Aber er heilte seinen eigenen Geist und gab uns damit ein Beispiel, an dem wir selbst heilen können, in unserem Geist.

Die obige Aussage des Kurses könnte suggerieren, dass es eine Welt da draußen, außerhalb von uns selbst, außerhalb des Geistes, gibt, auf die wir nun anders schauen können. Aber tatsächlich schauen wir nur auf unsere eigenen Projektionen. Und hier an diesem Punkt können wir die Art und Weise ändern, wie wir das wahrnehmen, was außerhalb von uns zu sein SCHEINT. Vielleicht können wir jetzt in diesem Moment noch nicht erfassen, dass die Welt tatsächlich in uns selbst, in unserem Geist, ist und von uns selbst geträumt/projiziert ist. Aber wir können anfangen, anders darauf zu schauen. Hier fängt Vergebung an. Je tiefer die Vergebung geht, desto tiefer wird die Einsicht, dass die Welt in uns und von uns selbst ist. In einer solchen Welt kann es keine Täter und keine Opfer, keine Schuld und keine Angst mehr geben, denn all dies ist „nur“ im Geist.

Was ist nun, wenn wir dennoch weiterhin das Bedürfnis haben, gegen Umweltzerstörung oder soziale Ungerechtigkeit zu demonstrieren, Nein zu sagen zu Gewalt und Missbrauch, Hilfe zu leisten für Kranke, Arme und Bedürftige? Dagegen ist überhaupt nichts zu sagen, der Kurs gibt keinerlei Handlungsempfehlung oder Verbot. Wir sollten aber keinen Stolz darüber entwickeln und uns für besser als andere halten. Wenn wir wiederum kein solches Bedürfnis haben, ist dies ist kein Grund, uns selbst zu verurteilen. Und wenn wir dennoch Stolz oder Schuld deswegen empfinden, schauen wir eben diese Empfindungen mit dem HG in uns an und verurteilen uns nicht.

8 Gedanken zu „Die Welt verändern?“

  1. Sehr schön und klar, lieber Tom. Vielen Dank.
    Ich bemerke bei mir, dass ich sehr achtsam dabei sein muss, dass es bei dem Ich, das die Welt träumt, nie um meine Person geht oder den Geist (in) meiner Person. Sie ist ebenso selbst geträumt, Teil des Traumes. Ich bin Geist und kein Körper, keine Person, kein Individuum. Ich scheine als Träumer-Geist nur durch sie hindurch die Welt, die ich träume, wahrzunehmen. Doch auch diese meine scheinbare Person ist die Projektion des Geists, der ich träumend bin. Das hast du gut dargestellt und das ist für mich der Dreh-und Angelpunkt. Daraus folgt alles andere von dir Beschriebene sehr logisch.

    1. Ja, genau so, liebe Katja – danke für deine Ergänzungen! Man muss schon einigermaßen mit dem Kurs oder ähnlichen Lehren vertraut sein, um da nicht verwirrt oder gar abgeschreckt zu sein.

  2. Lieber Tom,

    danke für den schönen Text.
    2 Anmerkungen dazu:

    „Ob wir rechts oder links fahren, ob wir den Job wechseln oder nicht, ob wir Vegetarier werden oder Veganer, ob wir Nichtraucher oder Raucher sind, ob wir den Partner wechseln oder nicht – all dies ist letztlich ohne Bedeutung, auch wenn es uns zumeist überaus wichtig erscheint. Entscheidend ist nur, dass wir ohne Urteil darauf schauen, das ist bereits die Schau mit den Augen des „Heiligen Geistes“ in uns. Der HG in uns leuchtet nicht, um uns zu sagen, dass wir rechts statt links gehen sollen, denn für ihn ist das völlig ohne Bedeutung. “

    Eigentlich neige ich auch zu dieser Interpretation – was in der äußeren Welt geschieht, spielt keine Rolle. Ich entscheide mich immer wieder, sie als Illusion zu sehen und mein ganzes Streben gilt der Erkenntnis des Träumers. Sie wird schließlich alles an seinen richtigen Platz bringen.
    Manchmal frage ich mich aber doch, ob es so egal ist, wie wir uns in weltlichen Dingen entscheiden und zwar unter dem Aspekt des Einsparens von Zeit, was ja der eigentliche Zweck des Kurses ist.
    In den letzten Wochen las ich Wapnicks Buch über das Leben von Helen Schucman und staunte darüber, dass die Stimme von Jesus Christus ihr sogar Hilfestellung bei der Auswahl eines Mantels gab oder Ratschläge, ob Bill hierhin oder dahin gehen sollte oder nicht. Bezweifelt man, dass dies tatsächlich so geschehen sein soll, bezweifelt man auch gleichzeitig die Authentizität des Kurses selbst, denn auch der wurde von Helen diktiert.
    Es gibt außerdem einige Stellen im Kurs, die nahe legen, vor jeder Entscheidung in Sachen Welt Jesus um Rat zu fragen.
    Weil sich die Wahrheit niemals ändert, ist das alles letzten Endes ohne Belang, aber eben erst letzten Endes. Doch auf dem Weg dorthin mag es durchaus große Bedeutung haben, ob ich mich entschließe, Liebesbeziehungen einzugehen oder nicht.

    Und Anmerkung 2:

    Ob die Welt, die ich sehe, überhaupt mit irgend jemandem geteilt wird oder ob sie nicht vollkommen privat ist, ist für mich nach wie vor keine wirklich geklärte Frage.
    Wenn sie vollkommen privat ist, erklärt es sich, warum ich auch ihr Erlöser bin und zwar nur ich. Einfach deshalb, weil ich der Sohn Gottes bin und es nur diesen einen gibt.
    Doch warum partizipiere ich dann nicht davon, das Jesus die Welt bereits erlöst hat? Warum scheint es doch notwendig zu sein, dass der EINE Sohn Gottes dies immer wieder tut? Es gibt die Vielen, die doch das EINE sind und jeder der Vielen erlöst seine private Welt?

    VG

    Thomas II

    1. Lieber Thomas,
      Danke für deine Anmerkungen! Es scheint so,als ob Helen Schucman selbst arge Probleme mit der Wahrheit des Kurses hatte. So schien sie manchmal zu glauben,dass Jesus ihr in weltlichen Dingen helfen könne. Das sollte uns aber weder abschrecken noch als Vorbild dienen, denke ich. Obwohl sie eine Wahrheit in die Welt brachte, war sie selbst ebenso Ego-anfällig wie jeder von uns. Ob Dinge, Wege oder Worte richtig sind, ist immer nur eine Wertung aus dem Ego heraus. Ich kann auf dem „richtigen“ Weg augenblicklich wieder ins Ego fallen,und auf dem „falschen“ Weg jederzeit mich für den heiligen Geist entscheiden,also den falschen Weg mit den Augen des HG betrachten. Welche Bedeutung also hat dann der Weg als solcher?

      Ich denke, was die Frage angeht,ob es nun den einen Träumer – mich – gibt oder viele Träumer oder den einen Träumer,der scheinbar durch viele träumt, so lässt sich dies nicht innerhalb unseres Denkens befriedigend beantworten. Jede derartige Vorstellung muss zwangsläufig irgendwo einen Haken haben. Ich glaube aber,dass es am schnellsten zur Wahrheit führt,wenn ich nur ganz bei mir selbst bleibe. Nur ich träume diese Welt, kein anderer. Und kein anderer muss daraus erwachen. Wenn ich den Traum beende,bin ich jenseits der Illusion und von dort aus gibt es keine anderen,da gibt es gar keine Welt, nicht mal die Illusion einer Welt. Diese Paradoxie zeigt sich ja darin,dass laut Kurs auch diese Welt, die wir jetzt wahrzunehmen glauben, eigentlich schon vorbei ist und letztlich niemals war. 😀

  3. Lieber Tom,

    „Es scheint so,als ob Helen Schucman selbst arge Probleme mit der Wahrheit des Kurses hatte. So schien sie manchmal zu glauben,dass Jesus ihr in weltlichen Dingen helfen könne. Das sollte uns aber weder abschrecken noch als Vorbild dienen, denke ich. Obwohl sie eine Wahrheit in die Welt brachte, war sie selbst ebenso Ego-anfällig wie jeder von uns. Ob Dinge, Wege oder Worte richtig sind, ist immer nur eine Wertung aus dem Ego heraus. “

    Helen hatte arge Schwierigkeiten mit dem Kurs, und sie war anfällig für Ego-Attacken, ja. Ich finde es nur widersprüchlich und schwierig, den Kurstext an sich als authentisch, das Nebengeschehen, wie im Buch beschrieben, jedoch als ihre Fantasie
    zu sehen, wenn beides Durchgaben sind.
    Natürlich ist alles, was in der Welt zu geschehen scheint, letzten Endes ohne Belang – wenn man es von außerhalb der Welt betrachtet. Nur der Weltbetrachter hat Bedeutung. Um ihn von seiner Bindung an die Welt zu erlösen, von seiner falschen Identitätssuche, kann es da nicht hilfreich sein, die Fallstricke der Welt zu meiden? Und kann das SELBST als Ratgeber dabei helfen und ist nicht dies die Stimme des HG? Ich denke, um diese Frage geht es. Eine deterministische Weltanschauung macht solche Überlegungen obsolet, aber die habe ich nicht.

    „Ob Dinge, Wege oder Worte richtig sind, ist immer nur eine Wertung aus dem Ego heraus. “

    Wenn die Fragestellung sich auf einen Effekt bezieht, der in der Welt erhofft wird und der Ziele in der Welt verwirklichen soll, dann ganz bestimmt.
    Doch wenn die Fragestellung lautet, wie ich eine Situation zur Erlösung nutzen kann, dann ist es eine Frage aus dem Denksystem des HG.

    „Nur ich träume diese Welt, kein anderer. Und kein anderer muss daraus erwachen. Wenn ich den Traum beende,bin ich jenseits der Illusion und von dort aus gibt es keine anderen,da gibt es gar keine Welt, nicht mal die Illusion einer Welt.“

    Ich fand es immer sehr interessant zu lesen, dass Nisargadatta das Agieren in der Welt und das weltliche Denken als etwas darstellt, was ihm möglich ist, aber erhebliche Anstrengung mit sich bringt. Auch Hawkins beschreibt es so. Es scheint sich anzufühlen wie das Hinabsteigen aus der Freiheit in ein Gefängnis. Hawkins beschreibt, dass es regelrecht und unter Mühen gelernt werden muss. So war es auch bei Ramana.
    Die Möglichkeit, dass nach dem Erwachen die Welt weiterhin wahrgenommen wird, muss es geben. Wie sonst könnte die Erlösung sonst hier hineingetragen werden?
    Beides scheint der Fall zu sein: Die Welt ist kollektiv, weil sie eine einzige Wurzel hat, aus der alles andere sich ergibt. Sie hat ein Thema – eine immer wiederkehrende Melodie (Spiel mir das Lied vom Tod 😉 und diese Melodie wird in endlosen Variationen gespielt.
    Und die Welt ist individuell, denn das Individuum ist eine dieser Variationen. So scheint ständig etwas Neues zu geschehen, ist aber doch immer nur das Alte.
    Die Welt ist eine Idee von „Gott ist nicht“ oder „Ich bin nicht“, aber eine, die sich nicht realisieren lässt. Jeder, der dieser Idee entronnen ist, schaut auf die Folgen dieser Idee (die Welt) zurück und erkennt in diesem Kontrast die Wahrheit.
    Aber wird er den Teil der Sohnschaft, der noch an diese Idee glaubt, zurücklassen können? Das glaube ich nicht, denn auch dieser Teil ist ja er SELBST. Die Heilung ist vollständig, wenn die Idee vollständig überwunden ist, vorher nicht.

    1. Lieber Thomas,

      du schreibst: „Ich finde es nur widersprüchlich und schwierig, den Kurstext an sich als authentisch, das Nebengeschehen, wie im Buch beschrieben, jedoch als ihre Fantasie zu sehen, wenn beides Durchgaben sind“.

      Ja, da gebe ich dir Recht. Aber ich sehe das mit der Autorschaft des Kurses eh nicht so eng und nehme es vor allem nicht wörtlich.

      „Nur der Weltbetrachter hat Bedeutung. Um ihn von seiner Bindung an die Welt zu erlösen, von seiner falschen Identitätssuche, kann es da nicht hilfreich sein, die Fallstricke der Welt zu meiden? Und kann das SELBST als Ratgeber dabei helfen und ist nicht dies die Stimme des HG?“

      Ja, ich denke schon.

      „Die Möglichkeit, dass nach dem Erwachen die Welt weiterhin wahrgenommen wird, muss es geben. Wie sonst könnte die Erlösung sonst hier hineingetragen werden?“

      Ich glaube nicht, dass es eine Erlösung IN der Welt geben kann. Auch ein Erwachen IN der Welt gehört für mich immer noch zum illusionären Traum. Das, was du Erwachen nennst, kann ich mir nur als „Wirkliche Welt“ des Kurses denken, und die ist als solche immer noch Illusion. Immerhin aber eine Illusion, die aus allen anderen Illusionen herausführt. Ich glaube, wir dürfen uns nicht so an den angeblichen Erleuchteten (wie auch immer sie heißen mögen) festklammern. Auch sie sind unsere eigene Projektion, die uns bestenfalls als Symbol dienen kann.

      „Aber wird er den Teil der Sohnschaft, der noch an diese Idee glaubt, zurücklassen können? Das glaube ich nicht, denn auch dieser Teil ist ja er SELBST. Die Heilung ist vollständig, wenn die Idee vollständig überwunden ist, vorher nicht“.

      Aber die Idee kann nur ich (als Geist, nicht als Person) überwinden, und dann ist sie auch vollständig. Die anderen nehme ich mit, indem ich sie nicht mehr als „andere“ ansehe. Ich muss niemand anderen überzeugen, auch niemanden retten. Ich kann es gar nicht. Wenn ich immer noch einen Teil der Sohnschaft zu sehen glaube, die an die Idee (der Trennung) glaubt, so ist auch das nur meine eigene Interpretation und Vorstellung. Die Welt existiert nicht und hat nie existiert. So verrückt und völlig absurd diese Aussage auch klingen mag, so merke ich doch zunehmend, wie sie mir hilft, auf einer eher intuitiven Ebene immer weiter wegzukommen von den letzten illusionären Konzepten.

      Liebe Grüße,

      Tom

  4. Lieber Tom,

    „Ich glaube nicht, dass es eine Erlösung IN der Welt geben kann. Auch ein Erwachen IN der Welt gehört für mich immer noch zum illusionären Traum.“

    Nein, nicht in der Welt, aber ich bin ja auch nicht in der Welt sondern die Welt ist in mir. Ich erwache nur zu mir selbst.

    Aber schaun wir einfach mal selbst nach 🙂

    LG

    Thomas

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